Südtirol ist zweifellos ein wahres Wanderparadies - und das gilt nicht nur für den Sommer, sondern auch für den Winter. Beim Winterwandern auf den sorgfältig gespurten Wegen enthüllen sich Ihnen ganz neue Facetten dieser bezaubernden Region. In ganz Südtirol erstrecken sich gut präparierte Winterwanderwege, die es Ihnen ermöglichen, die ruhige Seite dieses Landes zu entdecken. Auf diesen Wegen gelangen Sie zu atemberaubenden Aussichtspunkten, die Ihnen eine faszinierende Sicht auf die verschneite Landschaft bieten. Eine der besonderen Freuden des Winterwanderns sind die einladenden Hütten entlang der Strecke. Hier können Sie sich bei einer gemütlichen Rast aufwärmen, lokale Köstlichkeiten genießen und die winterliche Stille der Natur in vollen Zügen auskosten. Erleben Sie die Magie des Winters in Südtirol bei einem unvergesslichen Winterwandererlebnis.
2.Tag: Geschichtsträchtiges Passeiertal - Wandern zwischen Ötztaler Alpen und der Texelgruppe
Erleben Sie eine Wanderung durch eines der bekanntesten und urtümlichsten Täler Südtirols. Die Route beginnt in Pfelders und führt entlang des malerischen Faltschnalbachs zur historischen Hofsiedlung Lazins, wo sich ein gemütlicher Berggasthof befindet. Von hier aus setzen Sie Ihre Wanderung talwärts fort und erreichen den weiten Talkessel der Lazinser Alm. Hier führt ein gepflegter Weg zur neu erbauten Almhütte.
Während Ihrer Wanderung durch diese unberührte Naturkulisse genießen Sie die Ruhe und die majestätische Schönheit der umliegenden Gipfel und steilen Wände, darunter die 3500 Meter hohe Hohe Wilde und der Seelenkogel, die den Talkessel eindrucksvoll begrenzen.
Auf dem Rückweg führt die Route entlang der sonnigen Talseite und vorbei an der idyllischen Hochsiedlung Zeppichl.
Schwierigkeitsgrad: leicht bis mittelschwer
Tagesstrecke: ca. 9 km
Höhenmeter bergauf: ca. 270
Höhenmeter bergab: ca. 270
Reine Gehzeit: ca. 3 h
3.Tag: Uriges Ultnertal - Winterwandern bei den Bergbauern
Winterwandern im Ultental bedeutet, sanfte Bewegung in herrlicher Natur mit dem Erleben der reichen bäuerlichen Kultur zu verbinden. Ein besonders faszinierender Weg ist der Ultner Höfeweg, der vom charmanten Dorf Kuppelwies entlang des sonnenverwöhnten Hangs nach St. Gertraud führt. Während dieser Wanderung passieren Sie die traditionellen Ultner Bauernhäuser mit ihren charakteristischen Schindeldächern, die die Geschichte und das Erbe dieser Region widerspiegeln.
Entlang des Weges können Sie auch das Talmuseum im Dorf St. Nikolaus besuchen. Dieses Volkskundemuseum gewährt spannende Einblicke in die Welt der bergbäuerlichen Lebensweise und Traditionen. Die Wanderung führt Sie weiter zum Wahrzeichen des Ultentals, den Ultner Urlärchen. Eine dieser Lärchen stürzte 1930 um, und es wurden erstaunliche 2.000 Jahresringe gezählt. Die drei verbliebenen Lärchen, die von Sturm und Wetter gezeichnet sind, gelten als die ältesten Nadelbäume Europas und sind ein beeindruckendes Zeugnis der Naturgeschichte dieser Region.
Schwierigkeitsgrad: mittelschwer
Tagesstrecke: ca. 11 km
Höhenmeter bergauf: ca. 300
Höhenmeter bergab: ca. 300
Reine Gehzeit: ca. 3,5 h
5.Tag: Heimreise
Herrliche Wintertage liegen hinter Ihnen und Sie begeben sich auf die Heimreise
Tipps für eine Verlängerung oder eine Alternative :
Winterparadies Seiser Alm - Wandern auf der größten Hochalm Europas
Die Seiser Alm verwandelt sich im Winter in eine beeindruckende Landschaft aus verschneiten Weiten und sanften Hügeln. Mit der Umlaufbahn erreichen Sie bequem das Almdorf Kompatsch, den idealen Ausgangspunkt für Ihre Winterwanderung.
Die Route führt durch die weitläufige Almlandschaft und eröffnet immer wieder herrliche Ausblicke auf die umliegende Dolomitenkulisse. Unterwegs kehren Sie in einer gemütlichen Almhütte ein, wo Sie eine herzliche Atmosphäre und typische Südtiroler Spezialitäten erwarten.
Der Rückweg führt durch die stille Winterlandschaft der Seiser Alm. Vorbei an verschneiten Wiesen und durch lichte Wälder erleben Sie die besondere Ruhe dieses einzigartigen Naturraumes, bevor Sie den Ausgangspunkt der Wanderung wieder erreichen.
Schwierigkeitsgrad: mittelschwer
Tagesstrecke: ca. 11 km
Höhenmeter bergauf: ca. 250
Höhenmeter bergab: ca. 250
Reine Gehzeit: ca. 3,5 h
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Wie das Wasser in die Täler kam – der Algunder Waalweg und der Tappeinerweg
Der Algunder Waalweg zählt bestimmt zu den aussichtsreichsten und kulturell wertvollsten Waalwegen in der Region. Er ist großteils in seinem ursprünglichen Zustand erhalten und lässt sich auch im Winter gut bewandern. Belohnt werden Sie mit atemberaubenden Ausblicken auf Algund sowie das gesamte Meraner Land. Anschließend führt die Wegstrecke noch weiter zum bekannten Tappeinerweg, der schon als die Krone Merans bezeichnet wurde. Pinien, Himalajazedern, Korkeichen, Ölbäume, Eukalyptus, Bambusarten und Magnolien, Agaven, Aloen und Feigenkakteen wachsen entlang des Pfades, der direkt ins Zentrum der Stadt Meran führt.
Hier haben Sie noch Zeit für einen gemütlichen Cappuccino und Zeit zum Bummeln.
(Wanderung ab Ende Februar möglich)
Schwierigkeitsgrad: leicht bis mittelschwer
Tagesstrecke: ca. 9 km
Höhenmeter bergauf: ca. 120
Höhenmeter bergab: ca. 320
Reine Gehzeit: ca. 4 h
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Zwischen Waale, Burgen und Panorama – der Sunnenweg im Vinschgau
Der Sunnenweg am Vinschger Sonnenberg verbindet eindrucksvoll Natur, Geschichte und beeindruckende Ausblicke. Rund um Kastelbell-Tschars wandern Sie auf sonnigen Wegen entlang der alten Waale, die einst das kostbare Wasser in die trockenen Hänge des Vinschgaus leiteten. Begleitet vom warmen Licht der Sonne eröffnen sich immer wieder herrliche Panoramablicke über das Tal und auf die umliegende Bergwelt.
Der Sunnenweg setzt sich aus drei Themenwegen zusammen: dem Natur-Mythenweg, dem Burgenweg und dem Ortlersteig. Jeder Abschnitt erzählt seine eigene Geschichte und führt zu besonderen Plätzen am Vinschger Sonnenberg. Auf abwechslungsreichen Pfaden entdecken Sie alte Burgen, spannende Naturphänomene und die einzigartige Kulturlandschaft des Vinschgaus. Entlang des Latschander- und Schnalswaales erleben Sie eine Wanderung, die Naturerlebnis, Kulturgeschichte und beeindruckende Ausblicke auf angenehme Weise miteinander verbindet.
(Wanderung ab Ende Februar möglich)
Schwierigkeitsgrad: leicht bis mittelschwer
Tagesstrecke: ca. 10 km
Höhenmeter bergauf: ca. 250
Höhenmeter bergab: ca. 300
Reine Gehzeit: ca. 3,5 h
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Wandern auf Händlerpfaden und über Hexenböden
Mit dem Reisebus fährt die Wandergruppe nach Bozen. Vom Zentrum Bozens führt eine hochmoderne Kabinenumlaufbahn hoch zum Ritten nach Oberbozen. Eine Panoramawanderung mit grandioser Fernsicht bis hin zu den Dolomiten erwartet Sie hier am wohl schönsten Hochplateau Südtirols. Nach einer kurzen Wanderetappe besuchen Sie eine hiesige Lamazucht. Weiter über Wald- und Wiesenwege führt die Wanderung entlang einer historischen Händlerroute, vorbei an Klobenstein, bis zu den Rittner Erdpyramiden. Unterwegs haben Sie die Möglichkeit, in einer urigen Bauernschenke eine kleine Stärkung zu sich zu nehmen. Bei den bekannten Rittner Erdpyramiden trifft die Wandergruppe auch wieder mit den Kulturreisenden zusammen. Gemeinsame Rückfahrt zum Hotel.
(Wanderung ab Ende Februar möglich)
Schwierigkeitsgrad: leicht
Tagesstrecke: ca. 10 km
Höhenmeter bergauf: ca. 200
Höhenmeter bergab: ca. 400
Reine Gehzeit: ca. 3,5 h
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Wanderung „Der Marlinger Waalweg – Panoramawandern durch Kultur und Naturlandschaft“
Der Marlinger Waalweg ist mit gut 12 km Länge der längste und beeindruckendste der Waalwege Südtirols. An der Töll, dem Ausgangspunkt des Waalweges, geht es gleich etwas abenteuerlich los: Holzbrücken wurden an den Felswänden des Nörderberges befestigt, die etwas Schwindelfreiheit erfordern. Sind jedoch die gut gesicherten Felswände erst einmal passiert, eröffnet sich ein wunderschönes Panorama auf das Meraner Becken. Eine fantastische Vegetation mit Laubwäldern, Wiesen und blühenden Obstgärten umgibt hier den Waalweg. Unterwegs gibt es mehrere Einkehrmöglichkeiten direkt am Waalweg. Der Blick über Meran und der Weitblick ins Passeiertal mit den wilden Spitzen des Ifinger und Hirzer sind eines der schönsten Fotomotive in der Region. Zwischen Marling und Lana wurde ein Teil des Waalweges zum Wandererlebnispfad ausgebaut: Hier finden sich verschiedene Informationstafeln zu Naturdenkmälern, Flora und Fauna des Nörderbergs sowie einige Kunstwerke am Wegesrand. Das Ziel ist Lana am Eingang des Ultentales, wo Sie unbedingt den berühmten Schnatterpeck-Altar besuchen sollten. Der Flügelaltar ist das größte gotische Retabel, das im Alpenraum erhalten geblieben ist.
(Wanderung ab Ende Februar möglich)
Schwierigkeitsgrad: leicht
Tagesstrecke: ca. 12 km
Höhenmeter bergauf: ca. 0
Höhenmeter bergab: ca. 180
Reine Gehzeit: ca. 3,5 h
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Durchs Frühlingstal zum Kalterer See
Bereits Ende Februar lohnt sich diese Wanderung. Der Ausgangspunkt ist der Parkplatz am Montiggler See. Nach der idyllischen Umrundung des Großen und Kleinen Montiggler Sees führt der Weg ohne größere Abweichungen über den Mitterberg bis zum Talkessel des Kalterer Sees. Maiglöckchen, Krokusse und viele weitere Blumen begleiten Sie mit ihren schönen Farben und Düften durch das Tal. Am Nachmittag steht noch eine Weinverkostung in einer der vielen Kellereien auf dem Programm.
(Wanderung ab Ende Februar möglich)
Schwierigkeitsgrad: leicht
Tagesstrecke: ca. 9 km
Höhenmeter bergauf: ca. 50
Höhenmeter bergab: ca. 300
Reine Gehzeit: ca. 3 h
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Der Schnalswaalweg von Kastelbell nach Schloss Juval
Der Schnalswaal zählt zu den eindrucksvollsten Waalwegen im Vinschgau und ist seit über 500 Jahren in Betrieb. Die gemütliche Wanderung führt entlang eines leise plätschernden Wasserlaufs durch eine abwechslungsreiche Kulturlandschaft aus Kastanienwäldern, lichtem Mischwald und der für das Vinschgau typischen Steppenvegetation. Immer wieder öffnen sich herrliche Ausblicke über das Tal, während kleine Details am Wegesrand – wie eine urige Waalerhütte oder eine noch funktionstüchtige Waalschelle – von der langen Geschichte dieses besonderen Weges erzählen. Hoch über dem Tal erhebt sich schließlich Schloss Juval, malerisch auf einem markanten Burghügel gelegen und Teil des MMM – Messner Mountain Museum.
Ab Kastelbell führt die Strecke in angenehmer, gleichmäßiger Steigung bis zum Schloss Juval. Nach einem Aufenthalt und einem Besuch der beeindruckenden Schlossanlage von Reinhold Messner geht es über den Burgweg gemütlich hinunter nach Staben.
(Wanderung ab Ende Februar möglich)
Abstieg: ca. 300 m
Aufstieg: ca. 300 m
ca. 7,5 km
Reine Gehzeit: ca. 3,5 Stunden
leicht/mittelschwer
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Der „Maiser Waalweg“ aus dem Passeiertal nach Meran
Der Maiser Waalweg zählt mit seinen rund 8,5 km zu den längsten Waalwegen Südtirols und verbindet auf besonders angenehme Weise Naturerlebnis und gemütliches Wandern. Von Saltaus im Passeiertal bis nach Obermais bei Meran begleitet der offene Wasserlauf die Wanderer beinahe durchgehend. Der Weg führt durch schattige Wälder, vorbei an Apfelwiesen und Weinbergen, und vermittelt eine ruhige, entspannte Atmosphäre. Auch wenn große Panoramablicke eher selten sind, überzeugt die Strecke durch ihre abwechslungsreichen Wegabschnitte, das sanfte Plätschern des Waals und die besondere Stimmung entlang des Wassers.
Der Weg verläuft mal breit, mal schmal direkt am offenen Wasserkanal entlang, führt über kleine Brücken, durch Apfelgärten und immer wieder durch schattenspendenden Mischwald.
Am Nachmittag bleibt noch Zeit, Meran auf eigene Faust zu erkunden und die wärmende Frühlingssonne in der bekannten Kurstadt zu genießen. Der Rückweg zum Hotel kann auch zu Fuß zurückgelegt werden.
(Wanderung ab Ende Februar möglich)
Abstieg: ca. 220 m
Aufstieg: ca. 50 m
ca. 8,5 km
Reine Gehzeit: ca. 3 Stunden
leicht/mittelschwer
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Drei-Burgenwanderung im Eppaner Burgendreieck – Mittelalter hautnah erleben
Am Fuße des Gantkofels erstreckt sich das Eppaner Burgendreieck, eine der beeindruckendsten Burgenlandschaften Südtirols. Auf dieser abwechslungsreichen, kulturhistorisch geprägten Wanderung tauchen Sie tief in das „mittelalterliche Südtirol“ ein. Die Route verbindet eindrucksvolle Wehrbauten, herrliche Ausblicke und spannende Einblicke in die Geschichte einer Region, die wie kaum eine andere vom Burgenbau geprägt ist.
Der Weg führt zunächst hinauf zur Burg Hocheppan, einem der bedeutendsten Wehrbauten des Landes. Majestätisch auf einem Felsen über dem Tal gelegen, fasziniert die Burg nicht nur durch ihre spektakuläre Lage, sondern auch durch ihre kunsthistorischen Schätze. Ein Höhepunkt ist die Burgkapelle mit ihren wertvollen Fresken aus dem 13. Jahrhundert, die nicht umsonst als „Sixtinische Kapelle der Alpen“ gilt. Nach der Besichtigung lädt die gemütliche Burgschenke zu einer Rast ein, bevor die Wanderung weitergeht.
Durch eine reizvolle Landschaft mit kurzen Auf- und Abstiegen erreichen Sie schließlich die Burgruine Boymont. Einst ein herrschaftlicher Wohnsitz, begeistert sie heute mit ihrer besonderen Atmosphäre und einem beeindruckenden Rundblick. Wer die 107 Stufen auf den Turm erklimmt, wird mit einem weiten Panorama über das Überetsch belohnt.
Etwas unterhalb liegt Schloss Korb, ein Bauwerk aus romanischer Zeit, das heute als stilvolles Hotel genutzt wird. Die gesamte Rundwanderung eröffnet immer wieder wunderschöne Ausblicke über St. Pauls, Eppan und Girlan bis hin zum Montiggler Wald. Im Hintergrund bilden Schlern und Rosengarten in den Dolomiten eine eindrucksvolle Kulisse dieser Wanderung.
(Wanderung ab Ende Februar möglich)
Abstieg: ca. 400 m
Aufstieg: ca. 400 m
ca. 7,5 km
Reine Gehzeit: ca. 4,5 Stunden
leicht/mittelschwer